Wofür wir Ihre Spende brauchen

Schutz vor Zerstörung, Erhalt von Wildnis- und Evolutionsflächen, notwendig gewordene Renaturierungen und Anlage von Trittsteinbiotopen sind nur einige der Gründe, warum der Naturschutzbund Naturflächen freikauft. Im Laufe seiner über 100-jährigen Geschichte konnte der Naturschutzbund bereits fast 2.250 schutzwürdige Lebensräume mit mehr als 17,5 Mio. m² in Österreich in seine Obhut nehmen. Sie sind einmalige Juwele unserer Natur- und Kulturlandschaft, die zu Überlebensinseln für gefährdete Tier- und Pflanzenarten wurden. Hier finden Sie, wofür wir aktuell am dringendsten Ihre Spende benötigen.

Wiesengebiet in St. Michael | BGL

© Stefan Weiss

Das Wiesengebiet in St. Michael weist eine nationale naturschutzfachliche Bedeutung auf. Auf den Flächen kommen viele Arten der Roten Liste vor, einige davon sind im Burgenland und Österreich vom Aussterben bedroht oder stark gefährdet. Die bedeutsamste Art ist die Dachig-Siegwurz (Gladiolus imbricatus). Viele der vorkommenden Biotoptypen entsprechen zum Teil Lebensraumtypen der FFH-Richtlinie. Die Flächen gelten in Folge von großflächigen Umwandlungen in Ackerland im Umfeld als stark gefährdet. Dank Ihrer Spende könnten die
artenreichen Wiesen mit Landschaftselemente wie Aschweidengebüsche und Gehölzgruppen erhalten bleiben. Im Ried Langwiesen sollen neben der Bewirtschaftung der Wiesen, randliche Entbuschungen zur Ausweitung der Grünlandfläche durchgeführt werden. Über kleinflächige, bewirtschaftete Korridore kann dann eine Biotopvernetzung hergestellt werden.

Benötigte Spendenmittel: € 26.600.-

Halbtrockenrasen am Plesch | STMK

© Johannes Gepp

Im Naturpark Südsteirisches Weinland, zugleich Europaschutzgebiet, besteht der Wunsch, ökologisch besonders hochwertige Flächen in einen Weingarten umzuwandeln. Artenreich sind hier Halbtrockenrasen, alte Streuobstbäume und eine steilhangige Strauchhecke, die fast ganztägig sonnenexponiert ist. Naturschutzfachliches Ziel ist die Sicherstellung, also der Erhalt der hier flächig optimal positionierten Lebensraumtypen, speziell auch für Schmetterlinge wie Schwalbenschwanz, Segelfalter, helles Kuhauge und verschiedene Bläulinge.
Nur durch Freikauf der Flächen mit Ihrer Unterstützung kann eine Umwandlung in ein angestrebtes Weinanbaugebiet bzw. Intensivierung oder eine Nutzungsaufgabe verhindert und die naturschutzorientierte extensive Pflege gesichert werden.

Benötigte Spendenmittel: € 60.000.-

Feuchtgebiet Schleinitzbachniederung | NÖ

© Norbert Sauberer

Am östlichsten Rand des Waldviertels nahe Maissau liegt die Schleinitzbachniederung. Aufgrund der Geländeform - einer lang gezogenen flachen Senke - kam es zur Ausbildung eines artenreichen Feuchtwiesenkomplexes mit Pfeifengras-Streuwiesen, Pfeifengras-Streuwiesenbrachen und frischen bzw. feuchten bis nassen Fettwiesen. Bemerkenswert ist das Vorkommen der Trollblume. Trotz Austrocknungstendenz findet man die Rosmarin-Kriech-Weide, die Sibirische Schwertlilie und die Feuchtwiesen-Prachtnelke. Auch der Kiebitz findet hier noch einen geeigneten Lebensraum. Der Naturschutzbund NÖ konnte 1982 seiner ersten zwei Parzellen im Gebiet erwerben, weitere Parzellen folgten 2012 und 2025. Der Ankauf weiterer Flächen mit Ihrer Hilfe ermöglicht ein Management, das besser an die Erfordernisse der Schutzgüter angepasst ist.

Benötigte Spendenmittel: € 27.600.-

Feuchtwiese in den Zayawiesen | NÖ

© M. Denner

Die Zayawiesen bei Mistelbach sind einer der wenigen intakten Feucht-Lebensräume im Weinviertel. Sie sind ein Rückzugsort für seltene Tier- und Pflanzenarten, wie der Kuckuckslichtnelke, Sumpfdotterblume und dem Rohrkolben. Tüpfelsumpfhuhn, Wasserralle, Teichhühner, Schwarzspecht, Blutspecht, Grünspecht, Eisvogel, Silberreiher sind einige der Vogelarten, die dieses Gebiet regemäßig nutzen, insgesamt konnten hier 105 Vogelarten nachgewiesen werden. Wir konnten hier vor einigen Jahren schon eine Parzelle ankaufen, der Ankauf von weiteren Feuchtwiesen ist nun dank Ihrer Spende möglich. Der Ankauf wird eine schutzgutkonforme Bewirtschaftung der Feuchtwiesen sicherstellen.

Benötigte Spendenmittel: € 9.439,–

Sumpfwiese Walleiten | OÖ

© Josef Limberger

Umschlossen von intensiv genutztem Fichtenwald befindet sich im Gemeindegebiet von St. Ägidi (Bezirk Schärding) die Sumpfwiese Walleiten als Hotspot der Artenvielfalt. Der Großteil des kleinen Feuchtgebiets mit einem Mosaik aus extensiv genutzter Wiese, Schilfund Pfeifengrasbestand und Moorwald mit hohem Totholzanteil sowie zwei Teichen ist bereits im Besitz des Naturschutzbundes. Das letzte, fehlende Reststück soll nun dank Ihrer Hilfe auch freigekauft werden, um den Schutzgütern mehr Platz zu geben: An nassen Stellen auf der Mähwiese gedeihen Rundblättriger Sonnentau, Fieberklee und das Wald-Läusekraut. Der gefährdete Europäische Siebenstern und die Frühlings-Knotenblume sind auf  der Sumpfwiese Walleiten ebenso zu finden wie die stark gefährdete Gewöhnliche Moosbeere und das Breitblättrige Knabenkraut. Regelmäßig sind hier auch die Bergeidechse und Grasfrosch zu beobachten.

Benötigte Spendenmittel: € 16.000.-

Altberg - Piskernig | KTN

© Klaus Krainer

Der Altberg befindet sich im Bereich des östlichen Ausläufers des Hochobirs in den östlichen Karawanken zwischen den beiden Gipfeln Minichoutz (1.624 m) im Westen und Altberg (1.552 m) im Osten in einer Seehöhe von ca. 560 bis 1.470 m. Dank Ihrer Unterstützung können wir nun ein ca. 6,1 ha großen Grundstück auf dem nordexponierten Hang freikaufen. Hier befindet sich ein Mischwald mit Buche, Mehlbeere, Manna-Esche und vereinzelt Hopfenbuche, dazwischen Rotföhre, Lärche und Fichte. Besonders auffallend sind immer wieder kleinere Bestände der Behaarten Alpenrose (Rhododendron hirsutum) und ein hoher Anteil an Totholz. Der Waldanteil beträgt ca. 5 ha, während der restliche Teil aus Geröll und Felsflächen besteht. Dieses Grundstück ist durch keinen Forstweg erschlossen und wird es auch nie werden.

Benötigte Spendenmittel: € 50.000.-

Mit dem Ankauf einer Fläche ist es nicht getan

Oft braucht es mühsame Pflegearbeiten, um Naturparadiese als solche zu erhalten. Jeden Tag gehen in Österreich ca. 20 Hektar Boden verloren – durch den Bau von Verkehrswegen, Parkplätzen oder Gebäuden. Pro Jahr entspricht das einer Fläche der Stadt Salzburg! Die Natur muss sich vielerorts auf Restflächen zurückziehen, die damit zu Überlebensinseln für Tiere und Pflanzen werden. Der „sicherste“ Weg, diese dauerhaft zu erhalten ist, sie „freizukaufen“.
Der Erwerb einer Wiese, eines Waldes oder eines Moores bringt aber auch eine große Verantwortung mit sich: Die Naturparadiese müssen regelmäßig gepflegt werden! Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer unterstützen den Naturschutzbund beim mühsamen Entbuschen von Mooren, beim Anlegen von Amphibientümpeln oder beim insektenschonenden Mähen von Streuwiesen. Dort, wo ein Ankauf eines wertvollen Lebensraumes nicht möglich ist, versucht der Naturschutzbund zumindest über einen langjährigen Pachtvertrag das Gebiet zu erhalten und naturschutzfachlich optimal zu bewirtschaften.

Biotoppflege im Mühlauer Fuchsloch | T

© Naturschutzbund Tirol

Das Mühlauer Fuchsloch beispielsweise ist ein Biotopkomplex am Rande von Innsbruck. Helfen Sie mit, großen Artenreichtum auf kleiner Fläche zu erhalten. In einem Mosaik aus Feuchtwiesen, Gehölzen, Trockenstandorten, 19 Teichen und Tümpeln sind neben der größten Grasfrosch-Population im mittleren Tiroler Inntal weitere 4 Amphibienarten, 14 Libellenarten und 5 Reptilienarten hier heimisch. Diese kleinstrukturierte Vielfalt kann nur durch traditionelle Sensenmahd und händischen Abtransport des Mähgutes mit zahlreichen Ehrenamtlichen erhalten werden. Mit Ihrer Spende finanzieren Sie Rechen, Sensen und Schubkarren, die bei der Pflege der Lebensräume von Schwertlilien, Zauneidechsen, Gelbbauchunken und vielen mehr gebraucht werden.

 

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