Wofür wir Ihre Spende brauchen

Schutz vor Zerstörung, Erhalt von Wildnis- und Evolutionsflächen, notwendig gewordene Renaturierungen und Anlage von Trittsteinbiotopen sind nur einige der Gründe, warum der Naturschutzbund Naturflächen freikauft. Hier finden Sie, wofür wir aktuell am dringendsten Ihre Spende benötigen.

Biberlebensraum bei Draßmarkt | BGL

© Klaus Michalek

Oberhalb des Ortes Draßmarkt im Mittleren Burgenland lebt im Auwald am Dorfaubach seit einigen Jahren eine große Biberfamilie, die durch ihre Dammbautätigkeiten das ganze Gelände mit Wasser überstaut hat. Einige Auwaldparzellen wurden dabei so vernässt, dass eine Bewirtschaftung des Waldes nur mehr sehr schwer möglich ist. Eine dieser vernässten Auwaldparzellen in der Größe von 7.435 m² möchten wir mit Ihrer Spende erwerben und so der Biberfamilie dort auf Dauer einen gesicherten Lebensraum bieten. Wie wertvoll sich die Anwesenheit der Biber auf die Artenvielfalt in der Au auswirkt, zeigte sich bereits nach wenigen Jahren: Amphibien, Libellen, Vögel, Fledermäuse bis hin zu fischfressenden Arten wie Reiher und Fischotter finden hier einen neuen Lebensraum. Diese Vielfalt möchten wir unbedingt erhalten!


Oichtenriede im nördlichen Flachgau | SBG

© Land Salzburg / Klaus Leidorf

IDas Naturschutz- und Europaschutzgebiet Oichtenriede im nördlichen Flachgau ist ein seltener strukturreicher Landschaftskomplex aus Niedermooren, Feuchtwiesen und Bruchwäldern. Im Randbereich, außerhalb des Schutzgebietes, wollen wir nun einige Feuchtwiesen, eine basenreiche Magerwiese sowie einen kleinen Teil Wirtschaftsgrünland erwerben und als wertvolle Entwicklungsräume und Pufferflächen zum Schutzgebiet hin einrichten. Denn die Feuchtbiotoptypen der Oichtenriede, darunter Pfeifengras- und Kohldistelwiesen sowie Schwarzerlenhochwald beherbergen viele sensible Arten wie verschiedene Knabenkräuter und Enziane.

Die ausgedehnte, mit Gehölzen durchsetzte Feuchtwiesenlandschaft bietet zudem den gefährdeten Vogelarten Wachtelkönig, Kiebitz, Bekassine und Brachvogel einen geeigneten Lebensraum. 

Mit Ihrer Spende können Sie einen wichtigen Beitrag zum Erwerb des insgesamt 29.567 m² großen Gebietes leisten und für die Natur sichern.

Steinbruch Niederkappel im Bezirk Rohrbach | OÖ

© Julia Kropfberger

Heute bietet der ehemalige Steinbruch direkt an der Donau in Niederkappel einen perfekten Lebensraum für wärmeliebende Tiere. So konnte die beeindruckende Smaragdeidechse hier ihren oberösterreichischen Verbreitungsschwerpunkt entwickeln, aber auch die gefährdete Äskulapnatter fühlt sich hier wohl. 

Damit das auch so bleibt, wollen wir einige zuwachsende Teile des Steinbruchs entbuschen und im unteren Bereich mehrere kleine Amphibientümpel anlegen. Mit Ihrer Hilfe können wir das dazu notwendige 3,5 ha große Gebiet ankaufen.




Biberrefugium bei Völkermarkt | KTN

© ÖNB Archiv

Nahe Schloss Neudenstein bei Völkermarkt lebt im Auwald seit einigen Jahren eine große Biberfamilie, die durch ihre Dammbautätigkeiten das ganze Gelände mit Wasser überstaute. Die beiden angrenzenden Äcker wurden dabei soweit vernässt, dass eine Bearbeitung mit Maschinen kaum noch möglich ist. Einen dieser vernässten Äcker konnten wir vom Naturschutzbund bereits ankaufen. 

Mit Ihrer Spende möchten wir nun die gesamte Restfläche in der Größe von 8.700 m² erwerben und so der Biberfamilie dort auf Dauer einen gesicherten Lebensraum bieten. Denn wie wertvoll sich die Anwesenheit der Biber auf die Artenvielfalt in der Au auswirkt, zeigt sich bereits nach diesen wenigen Jahren: Libellen in noch nie beobachteter Zahl bevölkern die Au, Fischschwärme durchziehen das Wasser, Seefrösche quaken, Eisvögel, Fischotter und Schwarzstörche laben sich an dem bunten Angebot ihrer Nahrungstiere. Diese Vielfalt wollen wir erhalten!

Auwald am Gainaubach | STMK

© ÖNB Archiv

Kleine Tümpel liegen in dem schmalen Tälchen neben dem natürlich mäandrierenden Gainaubach. Die von imposantem Schwarzerlenbruch- Eschen-Auwald bewachsenen Flächen nehmen die ganze Talsohle ein und werden regelmäßig überflutet, sodass der Boden flächig feucht bis sumpfig ist. Damit bieten sie so gefährdeten Pflanzen wie der Wasser- Schwertlilie und der Sumpfdotterblume einen wunderbaren Lebensraum.

Mit Ihrer Spende können wir dort sofort 8.460 m² freikaufen, um diese und viele weitere Pflanzenarten nachhaltig zu schützen. Langfristig wollen wir in diesem Gebiet echte Öko-Retentionsflächen für den passiven Hochwasserschutz schaffen.

Waldschaer Hangwiesen | STMK

© ÖNB Archiv

Bunte Blumenwiesen mit mehr als 50 typischen Wiesenpflanzen prägen diesen Hang. Von intensiver Landnutzung abgeschirmt, beginnt das bunte Blühen hier bereits zeitig im Frühjahr mit Buschwindröschen, Lungenkraut und Himmelschlüssel und setzt sich im Jahreslauf mit vielen anderen Arten fort. Es grenzt ein Grabenbach mit seltenen Steinkrebsen an, der hier unmittelbar in einen der Waldschacher Teiche mündet. Auch dessen Verlandungszone gehört zu den Wiesengrundstücken. 

Diese vielfältige Mischung traditionell genutzter Kulturlandschaft würde ohne behutsame Pflege zerstört werden. Ein bis zwei Mahden pro Jahr, die ausschließlich händisch und mit Kleingeräten durchgeführt werden, braucht es dazu. Mit Ihrer Spende können wir dieses 10.000 m² große Kleinod der Artenvielfalt erhalten.


Mit dem Ankauf einer Fläche ist es nicht getan

Oft braucht es mühsame Pflegearbeiten, um Naturparadiese als solche zu erhalten. Jeden Tag gehen in Österreich ca. 20 Hektar Boden verloren – durch den Bau von Verkehrswegen, Parkplätzen oder Gebäuden. Pro Jahr entspricht das einer Fläche der Stadt Salzburg! Die Natur muss sich vielerorts auf Restflächen zurückziehen, die damit zu Überlebensinseln für Tiere und Pflanzen werden. Der „sicherste“ Weg, diese dauerhaft zu erhalten ist, sie „freizukaufen“.
Der Erwerb einer Wiese, eines Waldes oder eines Moores bringt aber auch eine große Verantwortung mit sich: Die Naturparadiese müssen regelmäßig gepflegt werden! Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer unterstützen den Naturschutzbund beim mühsamen Entbuschen von Mooren, beim Anlegen von Amphibientümpeln oder beim insektenschonenden Mähen von Streuwiesen. Dort, wo ein Ankauf eines wertvollen Lebensraumes nicht möglich ist, versucht der Naturschutzbund zumindest über einen langjährigen Pachtvertrag das Gebiet zu erhalten und naturschutzfachlich optimal zu bewirtschaften.

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