Wofür wir Ihre Spende brauchen

Schutz vor Zerstörung, Erhalt von Wildnis- und Evolutionsflächen, notwendig gewordene Renaturierungen und Anlage von Trittsteinbiotopen sind nur einige der Gründe, warum der Naturschutzbund Naturflächen freikauft. Hier finden Sie, wofür wir aktuell am dringendsten Ihre Spende benötigen.

Iriswiese Lafnitztal

© Johannes Gepp

Das Lafnitztal ist durch den mäandrierenden Fluss Lafnitz die letzte Tieflandregion Mitteleuropas mit einem noch selbst furkierenden Flusssystem. Dementsprechend sind im Gebiet fossile Altarme die Ursache für mosaikartig verteilte Feuchtlinsen. Dort kommen bei entsprechender naturnaher Bewirtschaftung besondere Pflanzenarten, wie etwa die Sibirische Schwertlilie vereinzelt und etwas häufiger die Gelbe Schwertlilie vor und daneben auch Wiesenknopfpflanzen.

Von den Wiesenknopfpflanzen sind die EU-Schmetterlingsarten Dunkler und Heller Ameisenbläuling abhängig. In der Region ist -durch das Vorhandensein eines Europaschutzgebietes -noch eine großflächige Metapopulation vorhanden. Allerdings sind die Düngergaben in der Region stellenweise hoch. Aus diesem Grunde muss die zu rettende Fläche einer Aushagerung und einer Strukturbereicherung zugeführt werden. Daher wird es notwendig sein, zur Aushagerung der Flächen anfangs 2-3-mal pro Jahr zu mähen, später 1-2-mal jährlich. Bei 2-maliger Mahd wäre eine zu Mitte des Sommers und zu Ende des Septembers notwendig, ansonsten besser 1 Mahd etwa um die 2. Septemberwoche.

Mittelfristiges Ziel ist die Vermehrung der oben erwäjnten Feuchtgebietspflanzen um für die EU­geschützten Schmetterlingsarten verbesserte und langfristige Lebensbedingungen zu schaffen. Möglicherweise wird es auch günstig sein, in der Region verteilt, Flachwassertümpel anzulegen in deren Randbereich die entsprechenden Feuchtgebietslinsen sich allmählich entwickeln können.

Benötigte Spendenmittel: € 18.000

Mit dem Ankauf einer Fläche ist es nicht getan

Oft braucht es mühsame Pflegearbeiten, um Naturparadiese als solche zu erhalten. Jeden Tag gehen in Österreich ca. 20 Hektar Boden verloren – durch den Bau von Verkehrswegen, Parkplätzen oder Gebäuden. Pro Jahr entspricht das einer Fläche der Stadt Salzburg! Die Natur muss sich vielerorts auf Restflächen zurückziehen, die damit zu Überlebensinseln für Tiere und Pflanzen werden. Der „sicherste“ Weg, diese dauerhaft zu erhalten ist, sie „freizukaufen“.
Der Erwerb einer Wiese, eines Waldes oder eines Moores bringt aber auch eine große Verantwortung mit sich: Die Naturparadiese müssen regelmäßig gepflegt werden! Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer unterstützen den Naturschutzbund beim mühsamen Entbuschen von Mooren, beim Anlegen von Amphibientümpeln oder beim insektenschonenden Mähen von Streuwiesen. Dort, wo ein Ankauf eines wertvollen Lebensraumes nicht möglich ist, versucht der Naturschutzbund zumindest über einen langjährigen Pachtvertrag das Gebiet zu erhalten und naturschutzfachlich optimal zu bewirtschaften.

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