Auwald an der Schwechat (Niederösterreich)

Die Schwechat mäandriert auf einer Fläche von 55 ha durch das 1994 unter Schutz gestellte Naturdenkmal Schwechatau nach dem Erreichen der Ebene. Verzweigungen des Flusses schaffen eine malerische Flussau. Die zwei Parzellen des | naturschutzbund | liegen am Ortsrand von Wienersdorf, Gemeinde Traiskirchen, in einem vor Jahrzehnten durch groben Steinwurf regulierten Bereich des Naturdenkmals. Die 0,17 ha (2 Parzellen) große Fläche befindet sich seit 1979 in der Obhut des Naturschutzbundes.

Ein Fluss erobert die Landschaft
Der Fluss erobert sich immer mehr Terrain. Bei starken Hochwässern gestaltet er die Landschaft um und wirft Schotter- und Sandbänke auf. Hartholzauen prägen das Bild dieses Landstriches. Auf den Schotter- und Sandflächen sind krautige Pioniere am Vormarsch. Weiden und Pappeln begleiten die Flussarme. In natürlichen Uferanrissen baut der Eisvogel seine Bruthöhlen. Gebirgsstelze (Motacilla cinerea), Pirol (Oriolus oriolus) und Mittelspecht (Dendrocopos medius) sind weitere seltene Arten, die hier ihren Nachwuchs aufziehen können. Der Staudenknöterich stellt in diesem Gebiet als Neophyt ein Problem dar.

© Hans Glader

© Norbert Sauberer

© Michael Tiefenbach

© Norbert Sauberer

Au-Landschaften wie diese sind in Österreich aufgrund von Flussregulierungen in den vergangenen Jahrzehnten selten geworden. Heute werden diese vielerorts rückgebaut. Man (an)erkennt nun den Wert der Auen als Pufferzone für Hochwässer besser als früher.

Platz für das Entstehen von Auen
Der Schwechat nahe Bereiche könnten in der Zukunft bei Hochwässern abgegraben werden. Dadurch könnten Weichholzauen entstehen – ein in hohem Maße gefährdeter Lebensraum in Österreich. Die Gemeinde Traiskirchen bemüht sich entsprechend um die Ablöse von Grundstücken, die im Überschwemmungsbereich der Schwechat liegen.