Blockheide Grillenstein (Niederösterreich)

Die Blockheide im Nördlichen Waldviertel bei Gmünd ist ein besonders beliebtes Ausflugsziel. Granitrestlinge sind in die Landschaft eingestreut. Birkenhaine, Rotföhrenwälder, Äcker und Heidekrautrasen prägen das Bild der bäuerlichen Kulturlandschaft. Die unter Naturschutz stehende Blockheide ist Teil des Natura 2000-Gebietes „Waldviertler Teich-, Heide- und Moorlandschaft". Insgesamt fünf Flächen im Ausmaß 3.263 m2 (5 Parzellen) befinden sich seit 1991 im Besitz des Naturschutzbundes.

Naturpark und Naturdenkmäler
Im Naturpark Blockheide findet man von Witterung geformte Naturdenkmäler wie den Christophorusstein, das Teufelsbett, der Teufelsbrotlaib oder die Kobold- und Grillensteine. Am spannendsten sind die bekannten Wackelsteine, wovon sich einer direkt unter einem Aussichtsturm befindet.

Im renovierten Wasserreservoir in der Blockheide, das 1908 unter Kaiser Franz Josef I erbaut wurde, ermöglicht eine historische Ausstellung einen Streifzug durch die bäuerliche Kultur der Gegend. © www.blockheide.at

© Erich Thielscher/piclease

© Josef Limberger

© Margit Gross

Buntes Mosaik wertvollster Lebensräume
Ein Mosaik aus unterschiedlichen Lebensraumtypen bestimmt das Landschaftsbild. Das Inventar reicht von Hutweideresten und Heidestandorten über Silikat-Trockenrasen, extensive Feuchtwiesen und Niedermoore, bis zu sehr seltenen Ackerbeikrautgesellschaften. Schon früh erkannte man die Einmaligkeit und Schutzwürdigkeit dieser Landschaft. Die Entstehung dieser Lebensräume steht in engem Zusammenhang mit der Jahrhunderte langen landwirtschaftlichen Nutzung des Gebiets. Weil sie sehr arbeitsintensiv sind, werden die ursprünglichen Bewirtschaftungsformen heute kaum noch angewandt. Die fehlende Nutzung führt zur Ausbreitung von Wäldern und Büschen in den einmaligen und schützenswerten Biotopen. Zur charakteristischen Vegetation der Heidelandschaft gehören unter anderem „stachelige“ Sträucher, wie zum Beispiel Wachholder und Rosen. Auch Eichen stehen vereinzelt in der Heidelandschaft. Das horstbildende Borstgras ist auf den ehemals beweideten Rasenflächen der Blockheide stark verbreitet.