Schotterbrache Theresienfeld (Niederösterreich)

Bei der Fläche des | naturschutzbund | im Bezirk Wiener Neustadt handelt sich um eine 3.670 m2 große Brache auf grobem Steinfeldschotter. Die Vegetation ist lückig, da und dort ist der Schotter zu sehen. Solche Flächen sind ein bevorzugtes Brutgebiet vieler bodenbrütender Vogelarten. Dem 2008 erworbenen Grund kommt besondere Bedeutung aufgrund seiner Nähe zum Natura 2000-Gebiet „Steinfeld“ zu.

© Werner Langs

© Margit Gross

© Rudolf Triebl

Kompromiss Mensch-Natur?
Eine mögliche künftige Beeinträchtigung stellt der Bau der Umfahrung Sollenau-Theresienfeld dar. Die Trasse führt durch das Natura 2000-Gebiet „Steinfeld“. Unter anderem sind Trockenrasenflächen und Habitate des Triels betroffen. Im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung wurden Auflagen beschlossen, die dem Ausgleich der Beeinträchtigung dienen sollen. Eine dieser Ausgleichsmaßnahmen war der Ankauf der Fläche, die dem Naturschutzbund NÖ vom Land NÖ übertragen wurde (©http://www.landtag-noe.at/service/politik/landtag/LVXVII/03/373/24B.pdf, http://www.gpl.at/de)

Kinderstube des Triels
Auf der Ackerbrache mit ihren Schotterzonen findet der Triel seine Nahrung. Aber auch andere Vogelarten nutzen das reichhaltige Nahrungsangebot. Der Triel lebt von Insekten,  Spinnen, sogar kleine Eidechsen und Schlangen werden gefressen. In Mitteleuropa sind seit Mitte des 20. Jahrhunderts die Trielbestände zusammengebrochen. Verantwortlich für diese Entwicklung war vor allem die Vernichtung geeigneter Bruthabitate durch Straßenbau, Flussregulierungen und Kultivierung ehemals brachliegender Ödflächen.