Elz-Hangwald (Oberösterreich)

Der Elz-Hangwald liegt in der Gemeinde Lasberg im Bezirk Freistadt, befindet sich im Eigentum des | naturschutzbund |  Oberösterreich und wird seit 1994 betreut.
Der ca. 5.000 m2 große Hangwald ist nach Südosten geneigt und grenzt an die Flanitz. Der Boden ist vor allem im oberen Bereich flachgründig und mit einigen Felsen durchsetzt. Hier ist der Baumbestand etwas lückig und der Boden stark sonnenexponiert. Im unteren bachnahen Teil ist der Untergrund dagegen nährstoffreicher und die Luftfeuchtigkeit ist hoch. Ältere Bäume sind deshalb stark mit Moosen bewachsen.
 

Im oberen Hangbereich sind Stiel-Eiche (Quercus robur) und Rot-Föhre (Pinus sylvestris) stark vertreten. Zusätzlich ist hier reichlich Fichtenjungwuchs vorhanden. Der untere Hangbereich wird gänzlich von Fichten (Picea abies) dominiert. Die Bodenvegetation ist eher spärlich vorhanden und niedrig. Sie fehlt an stark beschatteten, aber auch an vielen stark besonnten Stellen.

Der lichte Mischwald als Sonderstandort in einem stark von Fichten dominierten Waldgebiet stellt ein wichtiges Schutzgut dar. Wesentlich ist zudem die Erhaltung und Förderung von Totholz. Besonders wichtig ist Totholz stärkerer Dimension, das sonnenexponiert ist, da es als Lebensraum von seltenen Insektenarten eine besondere Rolle spielt.

© Martin Schwarz

© Claudia Leitner

© Claudia Leitner

© Johannes Neumayer

© Martin Schwarz

Schutz und Management
Stiel-Eiche (Quercus robur), Rot-Föhre (Pinus sylvestris) und andere Lichtbaumarten sollen durch Entfernung von Fichten (Picea abies) gefördert werden. Zudem wird darauf geachtet, dass stets lichte Waldbereiche vorhanden sind. Während im oberen Bereich die kleinen Fichten kurzfristig entfernt werden, erfolgt im unteren Bereich eine längerfristige Bestandsumwandlung vom reinen Fichtenwald in einen Mischwald.

 

© Stiftung für Natur