Elz-Pechölsteinwiese (Oberösterreich)

Die Elz-Pechölsteinwiese liegt in der Gemeinde Lasberg im Bezirk Freistadt, befindet sich im Eigentum des | naturschutzbund | Oberösterreich und wird seit 1994 betreut. Die ca. 2.000 m2 große Fläche hat ihren Namen von einem Pechölstein am Rande der Ortschaft Elz. Es handelt sich hierbei um einen schmalen ebenen Wiesenstreifen, an dessen Rändern einzelne Bäume und Sträucher wachsen. Die Vegetation ist kurz bis mäßig hoch, wobei an den wüchsigeren Stellen sicherlich ein Nährstoffeintrag aus den benachbarten Flächen stattfindet. Im Westen schließt an die Wiese ein Mischwald mit Zitterpappel (Populus tremula), Vogelkirsche (Prunus avium), Eberesche (Sorbus aucuparia) und anderen Gehölzen an.

© Claudia Leitner

© Angela Wolf

© Martin Schwarz

© Claudia Leitner

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Die auffällige Schnarrschrecke (Psophus stridulus), die im Mühlviertel in den letzten Jahrzehnten massive Bestandseinbußen hinnehmen musste, kann hier beobachtet werden. Die Männchen fliegen mit einem deutlich hörbaren Knattergeräusch auf und zeigen dabei die roten Hinterflügel. Kurzrasige trockene Magerwiesen sind der typische Lebensraum für diese Art. Der Rotleibige Grashüpfer (Omocestus haemorrhoidalis) ist eine gefährdete Art, die auf dieser Fläche nur sehr lokal auf der magersten Stelle, die wenige Quadratmeter groß ist, vorkommt. Dieser lückige und schlechtwüchsige Bereich kommt dadurch zustande, dass Birken hier mit ihren Wurzeln Nährstoffe und Wasser aufnehmen und so der krautigen Vegetation entziehen.

Weißer Waldportier (Brintesia circe) und Magerrasen-Perlmutterfalter (Clossiana dia) sind zwei attraktive und seltene Tagfalter trockener Wiesen, die hier zu finden sind. Bürstling (Nardus stricta), Silberdistel (Carlina acaulis) und Knollen-Hahnenfuß (Ranunculus bulbosus) sind die bemerkenswertesten Pflanzenarten auf dieser Fläche.

Schutz und Management
Der Wiesenteil dieser kleinen Fläche wird jährlich einmal gemäht und das Mähgut von der Fläche entfernt, damit ein Nährstoffentzug stattfindet. Dadurch verbessern sich die Bedingungen für seltene Arten. Am Rand der Wiese wachsende Gehölze werden unregelmäßig zurückgeschnitten, um die Beschattung der Wiese zu minimieren. Im Waldbereich erfolgen derzeit keine Maßnahmen.

 

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