Feuchtwiese an der Maltsch (Oberösterreich)

Die 8.849 m2 große Uferfeuchtwiese liegt im oberösterreichischen Mühlviertel zwischen Leopoldschlag und Stiegersdorf, direkt an der Maltsch. Die Malše – wie sie auf tschechisch heißt – entspringt in Österreich an den nordöstlichen Hängen des Viehberges im Dorf Sandl und bildet auf einer Länge von 22 Kilometern die Grenze zum Nachbarland. In Budweis mündet sie in die Moldau.

Die angekaufte Wiesenfläche schließt an andere Flächen im Natura 2000-Gebiet „Maltsch“ an und liegt direkt am Grünen Band Europas. Das Grüne Band, eine Kette wertvoller Biotope entlang der Grenzen zum ehemaligen Ostblock, zieht sich durch 23 Staaten und auf einer Länge von über 12.500 km quer durch den Kontinent und ist somit das größte Naturschutzprojekt Europas. Der | naturschutzbund | betreut das Grüne Band-Projekt für Österreich federführend.

© HartldmAPA

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Ganz in der Nähe der angekauften Feuchtwiese organisiert der Naturschutzbund OÖ schon seit vielen Jahren die „Green Belt Camps“. Jeden Sommer leisten hier Jugendliche aus Bayern, Tschechien und Österreich eine Woche lang in und für die Natur am Grünen Band ehrenamtliche Naturschutzarbeit und lernen in begleitenden Veranstaltungen jede Menge Wissenswertes über die Tier- und Pflanzenwelt des Gebietes. 

Auch an der erworbenen Fläche an der Maltsch gibt es viel zu bestaunen: Die blütenreiche Uferwiese ist Lebensraum von zahlreichen Wiesenvögeln, wie Wachtel, Braunkehlchen und Wachtelkönig. Letzterer brütet eventuell sogar im Gebiet – das soll in den kommenden Jahren beobachtet werden. Auch Fischotter, Neuntöter, Grüne Keiljungfer und Zweigestreifte Quelljungfer finden hier einen idealen Platz zum Leben, und Feuerlilie und Wiesenknopf (samt Besucher Wiesenknopf-Ameisenbläuling) gedeihen hier.

Die dank Unterstützung von dm angekaufte Feuchtwiese wird nun vom Naturschutzbund OÖ unter Berücksichtigung der hier vorkommenden Arten weiter gepflegt: gemäht, nicht gedüngt, Schnittgut entfernt, frühester Mähzeitpunkt 1. Juli, bei Wachtelkönigbrut noch später… Sie soll damit als Brutgebiet für seltene Vögel und als Trittsteinbiotop für wandernde Tierarten als einzigartiger Lebensraum erhalten bleiben.