Müller im Thal (Oberösterreich)

In einer kleinen Vermoorung ist ein unscheinbares Moos der große Star, das Moorbiotop sowie das Vorkommen eines österreichweit vom Aussterben bedrohten Torfmooses (Sphagnum imbricatum affine) sollen hier gesichert werden.
Die Fläche befindet sich im Hausruckviertel, Gemeinde Natternbach, und hat etwa 2 ha Fläche. Sie steht unter Pacht durch die Stiftung für Natur und wird seit 2014 betreut.

© Claudia Leitner

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© Klaus Michalek

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Beim Müller im Thal handelt es sich um eine naturnahen basenarmen Moorstandort in der Ortschaft Thal bei Natternbach. Durch den bodensauren Untergrund kommen hier viele unterschiedliche Torfmoose (Sphagnum spp.) vor, auf der zentralen, gehölzfreien Fläche dominieren die Bulten des Pfeifengrases (Molinia caerulea). Die Fläche wurde bis vor 10-15 Jahren offenbar als Streuwiese bewirtschaftet. Durch die Aufgabe der Nutzung hat sich eine dichte Streuauflage am Boden gebildet, auch die Bultbildung des Pfeifengrases ist dadurch bedingt. Im Süden und Südwesten der zentralen Freifläche breitet sich zusätzlich Schilf (Phragmites australis) aus, Gehölze wandern in die Freifläche ein. Gesäumt wird diese durch zahlreiche Sträuche und Bäume, man findet vor allem den Faulbaum (Frangula alnus), die Hänge-Birke (Betula pendula), die Schwarz-Erle (Alnus glutinosa) und die Rot-Kiefer (Pinus sylvestris).

Neben dem Kamm-Torfmoos (Sphagnum imbricatum affine) gedeihen hier auch seltene Pflanzenarten wie die Moosbeere (Vaccinium oxycoccos). Weitere Schutzgüter werden noch erhoben.

Schutz und Management
In Zusammenarbeit der Biologen der Stiftung mit Spezialisten der verschiedenen Fachrichtungen wird momentan ein auf Zielarten optimierter Managementplan ausgearbeitet. 

© Stiftung für Natur